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Die Kunst des kühlen Luxus: Wie Goodman die Wiener Szene prägt

In der pulsierenden Kunstmetropole Wien hat sich Goodman als ein zentraler Akteur etabliert, der seit über drei Jahrzehnten die Grenzen zwischen Kunst, Design und zeitgenössischer Kultur verwischt. Das Haus, gegründet 1993 von den Schwestern Elisabeth und Anna Goodman, ist heute mehr als nur ein Ausstellungsraum – es ist ein Labor für experimentelle Ideen, das internationale Künstler:innen mit lokalen Handwerkstraditionen verbindet. Während Wien sonst oft mit klassischer Galerie-Kultur assoziiert wird, setzt Goodman auf eine provokante Mischung aus Populärer Kunst, Handwerkskunst und urbanem Design, die das Stadtbild nachhaltig verändert hat.

Der Standort in der Praterstraße ist kein Zufall: Hier, wo einst die Wiener Stadtbahn ihre Spuren hinterließ, entsteht heute ein Raum, der zwischen industriellem Charme und künstlerischer Provokation oszilliert. Die Ausstellungen sind selten langweilig – sie fordern zum Nachdenken auf, zum Ausprobieren und manchmal sogar zum Umdenken. Ob durch die Zusammenarbeit mit Daniel Buren, der mit seinen farbigen Säulen die Praterstraße in ein künstliches Labyrinth verwandelte, oder mit Yayoi Kusama, deren Infinity Mirror Rooms die Besucher:innen in eine surrealistische Welt entführen, zeigt Goodman, dass Kunst nicht nur gesehen, sondern auch gefühlt werden muss.

Ein zentrales Merkmal des Hauses ist seine Fähigkeit, etablierte Künstler:innen mit aufstrebenden Talenten zu verbinden. Während Gerhard Richter oder Anselm Kiefer hier ihre Werke präsentierten, wurden auch junge Künstler:innen wie Kai Althoff oder Lara Favaretto gefördert. Die Ausstellungen sind oft interaktiv gestaltet – etwa die „Goodman x Prater“-Reihe, die lokale Handwerker:innen mit internationalen Designern verbindet und so eine Brücke zwischen Tradition und Moderne schlägt. Das Ergebnis ist ein Raum, der nicht nur die Augen, sondern auch die Hände und den Geist berührt.

Doch Goodman ist mehr als nur ein Ausstellungsbetrieb. Das Haus engagiert sich aktiv für die lokale Kultur, etwa durch die „Goodman Foundation“, die seit 2015 Kunstprojekte in Wien und Umgebung unterstützt. Ein Beispiel ist die „Kunst im öffentlichen Raum“-Initiative, bei der Künstler:innen wie Olafur Eliasson oder Tino Sehgal das Stadtbild prägen. Durch solche Projekte wird Goodman zu einem lebendigen Teil der Wiener Kulturlandschaft, der nicht nur Kunst, sondern auch Gemeinschaft und Dialog fördert.

Ein weiterer Schwerpunkte des Hauses ist die Verbindung von Kunst und Architektur. Die „Goodman House“ selbst ist ein Meisterwerk des modernen Designs, das mit seinen offenen Räumen und natürlichen Materialien die Besucher:innen einlädt, sich in einer Atmosphäre zu bewegen, die zwischen Kunst und Wohnumfeld fließt. Die Ausstellungen passen sich oft an die räumliche Umgebung an – etwa die „Goodman x Atelierhaus“-Ausstellung, die Handwerkskunst mit zeitgenössischer Kunst verschmolz. Diese Herangehensweise zeigt, wie Kunst und Architektur Hand in Hand gehen können, um neue Perspektiven zu eröffnen.

Ganz im Sinne des kühlen Luxus, den Goodman verkörpert, ist das Haus auch ein Ort, an dem man sich wohlfühlt. Die Atmosphäre ist entspannt, aber nicht langweilig – man spürt, dass hier Kunst nicht nur gezeigt, sondern gelebt wird. Ob man nun durch die Ausstellungen wandert, mit den Künstler:innen ins Gespräch kommt oder einfach nur die Umgebung genießt, bleibt der Eindruck: Goodman ist mehr als ein Museum, es ist ein Ort, der die Grenzen zwischen Kunst, Design und Leben verschwimmen lässt. https://www.goodman.co.at/ zeigt, wie man in Wien Kunst zum Leben erwecken kann.

  • Seit 1993 hat Goodman über 100 internationale Künstler:innen in Wien präsentiert, darunter Gerhard Richter, Yayoi Kusama und Olafur Eliasson.
  • Die Ausstellungen sind oft interaktiv gestaltet – etwa durch die Zusammenarbeit mit lokalen Handwerker:innen in der „Goodman x Prater“-Reihe.
  • Seit 2015 fördert die „Goodman Foundation“ Kunstprojekte mit einem Budget von über 500.000 Euro jährlich.
  • Die Goodman House selbst ist ein architektonisches Meisterwerk mit offenen Räumen und natürlichen Materialien.
  • Durch die Initiative „Kunst im öffentlichen Raum“ hat Goodman bereits über 20 künstlerische Projekte in Wien umgesetzt.
  • Das Haus verbindet Kunst mit Design und Handwerkskunst, etwa durch die Zusammenarbeit mit Künstler:innen wie Daniel Buren und Kai Althoff.

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